Das Jahr 2001 im Rückblick

Die Gegenwart ist nur ein kleines flackerndes Lichtlein; wahre Erhellung kommt stetig aus der Vergangenheit.
Auch wenn man diese Lebensweisheit von Dr. Heimito Doderer nicht als das einzig wahre stehen lassen kann ist es doch wichtig ab und zu zurück zu blicken zu unseren Wurzeln, zu den Fehlern die schon gemacht wurden zu den kleinen und großen positiven Erfahrungen in der Vergangenheit. Man kann daraus Visionen für die Zukunft schmieden und vor allem die Gegenwart bewusst leben!

Das neue Kirchenjahr wurde eröffnet mit einem Gottesdienst am 1. Adventssonntag, der von der Schola gestaltet wurde und bei dem jeder Adventskränze und Gestecke zur Segnung in die Kirche mitbringen konnte. Auch in der Kirche wurde wieder ein großer Adventskranz aufgehängt. An den Werktagen wurden die Gottesdienste als Roratemessen gestaltet, d. h. nur mit Kerzenbeleuchtung.
Am Nikolaustag, dem 6. Dezember wurde der Gottesdienst Familien gerecht gestaltet, hier kam auch der Nikolaus zu Besuch.
Am Namemittag des 3. Adventssonntag fand die Parkweihnacht im Pfarrgarten statt, mit adventlichten Liedern und Texten.
Am späten Nachmittag des Heiligen Abends fand die Kindermette, vorbereitet und gehalten vom Kindergottesdienstteam statt. Um 22 Uhr versammelte sich die ganze Gemeinde zur Christmette um Altar, Christbaum und Krippe.

Am Silvesterabend beschloss die Gemeinde mit einer Vorabendmesse zu Neujahr das alte Jahr.
Ab dem ersten Januar trat die neue Kirchenverwaltung ihr Amt an. Stefan Meister (Kirchenpfleger), Heinz Göbel, Kornelia Diem, Ehrenfried Mann bestimmen seitdem die finanziellen Geschicke unserer Kirchengemeinde.
Am 6. Januar, dem Dreikönigstag zogen die Sternsinger von Haus zu Haus und baten um eine Gabe für die Mission. Mit geweihter Kreide beschrifteten sie die Türpfosten mit dem Segenswunsch C+B+M (Christus segne dieses Haus). Die Aussendungsfeier war schon am Tag zu vor in einer Vorabendmesse.

Vom 26. -28. Januar trafen sich am Gemeindeleben engagierte Menschen aus unserer ganzen Pfarreiengemeinschaft in Münsterschwarzach zu einem Wochenende des Austausches und der Inspiration.
Im Werktaggottesdienst am 31. Januar wurde der Blasiussegen durch Anlegen zweier brennender Kerzen am Hals erteilt.
Heiterkeit und Fröhlichkeit hängen mit unseren Glauben stark zusammen. Bei unseren beiden Faschingsveranstaltungen für die Pfarrgemeinde, dem großen Seniorennachmittag und den Rosenmontagsball gab es auch viel zu lachen.
Die Fastenzeit begann mit dem Gottesdienst am Aschermittwoch und dem Auflegen des Aschenkreuzes.


In der Fastenzeit fanden fünf Bildungsabende in unserer PG statt, zum Thema "2000 Jahre Christentum". Zur Vorbereitung auf Ostern bastelten interessierte Menschen auch wieder unsere Osterkerzen für dieses Jahr. Auch die Bücherei bot Osterbasteln an und zwar für Kinder. Der ökumenische Kreuzweg der Jugend fand heuer in Volkershausen für unsere Pfarreiengemeinschaft statt.
Die heilige Woche begann mit der Palmweihe an der Kapelle in der Maßbacher Straße, die anschließende Palmprozession durch den Park wurde, wie alle Prozessionen von der Blaskapelle begleitet. Am Gründonnerstag fand die Fußwaschung mit den Gemeinderäten statt. Nach der Eucharistie sind die Gläubigen noch für eine Anbetungsstunde in der Kirche verharrt.
Natürlich wurde auch der alte Brauch des Klapperns an den Kartagen auch heuer fortgeführt.
Die Osternacht fand in diesem Jahr am Späten Abend des Karsamstags statt. Am Osterfeuer wird die selbst gestaltete Osterkerze entzündet, das Licht in die Kirche getragen und an alle verteilt. Im Morgengrauen hört man vom Burgberg Osterlieder über das Land schallen.

Die Prozession am Markustag wurde heuer wegen schlechten Wetters abgesagt.
Die Erstkommunion war heuer am 29. April statt.
Die Firmung fand am 10. Mai in Thundorf statt.
Im Marienmonat Mai richteten auch heuer wieder Kolpingsfamilie und Familienkreis jeweils eine Maiandacht an der Fatimagrotte im Park aus
Am 17. Mai sind auch heuer wieder viele Thundorfer mit den Wermichhäuser Wallfahrer nach Vierzehnheiligen gepilgert.
An Christi Himmelfahrt ist schon seit 4 Jahren der Tag der Sternwallfahrt. In diesem Jahr war Maßbach das Ziel. Hier wurde dann ein feierlicher Gottesdienst mit allen Gemeinden gehalten.
Der Pfingstmontag war auch heuer wieder reserviert für den großen ökumenischen Gottesdienst unserer PG diesmal in RothhausenAn Fronleichnam fand in Thundorf traditionell wieder die große Prozession mit einem Blumenteppich durchs ganze Dorf statt. Der Aushilfspfarrer aus Bad Kissingen war sehr angetan von diesem Festtag in Thundorf..

Am 15. Juli wurden viele neue Fahrzeuge nach dem Gottesdienst gesegnet.
Das Pfarrfest am letzten Wochenende im Juli war nach dem Regenwetter im vorigen Jahr heuer ein großer Erfolg. 4000 Lichter und beeindruckende Kunstwerke von Anton Weissensee boten ein Schauspiel das wieder mehrere Tausend Besucher anzog.

Den Laurentiustag, das Fest unseres Kirchenpatrons feierten wir heuer am 11. August.
Am Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel wurden auch heuer wieder die Würzbüschel geweiht. Der Familienkreis bot hier sogar fertig Gebundene zum Kauf an.
Alle ehrenamtlichen Mitarbeiter waren am 15.September eingeladen zu einem Ausflug in das fränkische Weinland.

Am 16.September übergaben unsere evangl. Mitchristen ihre renovierte Kanzel wieder ihre Bestimmung in einem festlichen Gottesdienst.

Am Ortsfeiertag der Gemeinde Thundorf dem Michaelstag heuer der 29. September hatten wir einen Chor aus Thüringen zu Gast. Die Andacht in der Michaelskapelle untermalte dann die Blaskapelle.

Der 11. September, ein Tag der auch in unseren Gemeinden das Friedensgebet wieder aufleben lies.
Die ewige Anbetung wird in jeder Ortschaft unserer PG am Tag des Werktaggottesdienste abgehalten heuer am 24. Oktober. Um 17 Uhr war Aussetzung, anschließend Anbetungsstunden bis 19 Uhr dann fand die Eucharistiefeier statt.
Am Allerheiligenfest fand früh das Hochamt in der Pfarrkirche und nachmittags die traditionelle Andacht auf dem Friedhof statt.
Am 3. November wurde unser Praktikant Christoph Dörringer zum Diakon geweiht. Es bestand die Möglichkeit mit dem Bus zum Würzburger Dom zu fahren.

Am ersten Sonntag im November feierte die Pfarrkirche in Thundorf den Tag ihrer Kirchweihe.
Am 25.November wurde der neue Altar der Pfarrkirche Maßbach von Bischof Paul Werner Scheele neu geweiht.



Hier noch ein kurzer Rückblick über die letze Wahlperiode des Pfarrgemeinderates:

Bei der Pfarrgemeinderatswahl am 7. März 1998 traten 11 Kandidaten an. Zu wählen waren 8 Mitglieder für den neuen Pfarrgemeinderat. Gewählt wurden: Elvira Back, Renate Braun, Thomas Bretscher, Martina Hudzik, Erwin Göbel, Renate Rink, Gerlinde Seufert, Hans Jürgen Tüchert. Bei der konstituierenden Sitzung am 13.3.98 wurden auf Beschluss der gewählten Mitglieder des Pfarrgemeinderates noch Susanne Albert und Otmar Gessner nachberufen. Die Wahlbeteiligung lag damals bei 51,4% was für eine Pfarrgemeinderatswahl ganz beachtlich ist.


Um den allgemeinen Vorurteilen gerecht zu werden möchte ich als erstes Betätigungsfeld des PGR das Pfarrfest erwähnen. Hier wurde in den vergangenen Jahren vom Gremium gute Arbeit geleistet. Die Vorbereitungen erstrecken sich auf viele Telefonate und Gespräche im Vorfeld. Beim Pfarrfest war jeder über die einzelnen Tage hinweg viele Stunden im Einsatz. Das Pfarrfest ist aber auch jedes Jahr ein tolles Erlebnis, wenn man Gemeinschaftssinn und Zusammengehörigkeitsgefühl mag.

Mehr in Ausschüsse delegieren, denen auch Nichtmitglieder des PGR's angehören, würden auch die Sitzungen des Pfarrgemeinderates entlasten. Im Moment sind etwa 8 Sitzungen im Jahr nötig bei denen es vor allen Dingen um praktische Dinge wie "Welche Bratwürste sind die Besten beim nächsten Pfarrfest" geht. Der eigentliche Auftrag des Pfarregemeinderates den Pfarrer in sämtlichen geistlichen Fragen des gemeindlichen religiösen Lebens zu beraten und zu unterstützen kam dabei viel zu kurz. Wünschenswert wäre hierbei auch eine Beteiligung der Gemeindemitglieder bei den Sitzungen, jede Pfarrgemeinderatsitzung ist öffentlich.
Der PGR wird allzu oft als Arbeitsgremium missbraucht, was man natürlich spätestens jetzt wieder zu spüren bekommen wird, wenn Wahlen anstehen.
Es gibt aber auch viele positive Entwicklungen, die unsere Gemeinde die letzen vier Jahre mitgeprägt haben:
- Reaktivierung der Pfarrbücherei
- Bildung eines Kindergottesdienstteams
- Fortführung der Seniorennachmittage
- Überwindung der Führungskrise in der Kolpingsfamilie
- Ein Familienkreis mit sehr vielen Aktivitäten
- Gründung eine neuen Chors mit einem Reperou an modernen geistlichen Liedern
- Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Kirchengemeinde
- Gründung der Schlossgeister
- Erscheinen eines umfangsreichen Pfarrbriefes
- Erstellen einer umfangreichen Homepage im Internet
- Regelmäßige Zusammenkunft des Koordinierungsausschusses zum Planen aller Termine in der PG
- Rege ökumenische Aktionen in der Pfarreiengemeinschaft und vor allen Dingen auch bei uns in Thundorf (jährl. Ökum. Gottesdienst, Blaskapelle spielt auch zu evangl. Anlässen)
Dies sind natürlich nur Stichpunkte, mit keinem Anspruch auf Vollständigkeit.


Thomas Bretscher (2. Vors. PGR Thundorf)