Die St. Michaelsbruderschaft

Bevor die Kirche im Thundorfer Wasserschloß gebaut wurde, mußten alle Gläubigen zujedem Gottesdienst den Burg-berg hinauf pilgern. Dort stand die kleine Bergkirche, dem hl. Michael geweiht. Sie war bis zum Aussterben der Rosenbachs auch Begräbniskirche der jeweiligen Herrschaften in Thundorf.
Maria Esther von Rosenbach war es auch, die am 19. Februar 1734 die St. Michaels-bruderschaft stiftete. Mit Datum 21. Juli 1734 gab Papst Clemens XII. in einem Schreiben seine Zustimmung zur Errichtung der Bruderschaft.
Bis zum Ende des Jahres 1736 hatte sie schon 3200 Mitglieder!

Der Erfolg der Bruderschaft war vor allem der Stifterfamilie und der Stifterin zu verdanken. Wie aus dem Bruderschaftsbuch, das im Jahr der Errichtung von Pfarrer Valentin Fuchs angelegt wurde, hervorgeht traten anfangs ganze Konvente z. B. Karmeliter der Bruderschaft bei. Am 26. August 1776 schließt das erste Buch mit 8566 Mitgliedern.
Mit dem Aussterben der Rosenbachs und dem Abriß der alten, baufälligen Bergkirche verlor die Bruderschaft an Glanz, es finden sich nur noch wenig Auswärtige im zweiten Buch. 1840 betrug die Mitgliederzahl 13.145.
Von 1842 bis 1852 erfolgten gar keine Einträge, auch zwischen 1954 bis 1984 trat niemand der Bruderschaft bei. Erst 1984 wurde zum 250-jährigen Bestehen die Bruder-schaft wiederbelebt und die Idee zur neuen Michaelskapelle geboren.


Michaelsbruderschaft - Heute - Warum?

Heute ist es genauso wichtig wie früher in Gemeinschaft mit anderen zu stehen. Gemeinschaft mit den Arbeitskollegen, mit den Vereinsmitgliedern, mit den Nachbarn. Eine Gemeinschaft ganz besonderer Art ist die Michaelsbruderschaft. Durch ihr sind wir verbunden mit Tausenden von Christen, über Generationen, durch alle Schichten und Gruppen. Alle stehen im Gebet zueinander.Ohne ausdrückliche Verpflichtung, sollen die Mitglieder der Bruderschaft ein bestimmtes Gebet sprechen (z. B. „Engel des Herrn") und Werke der Frömmigkeit und Liebe verrichten.

Am Michaelstag (Samstag der dem 29. September am nähesten ist, ist ein Ortsfeiertag) wird während der Festandacht, wie jedes Jahr, den Firmlingen wieder die Möglichkeit gegeben in die Bruderschaft einzutreten.
Nach der Andacht kann jeder, der noch nicht Mitglied ist, durch Einschreiben seines Namens in das Bruderschaftsbuch, beitreten.

Natürlich können Interessenten jederzeit der Bruderschaft beitreten, ein kurzes EMail genügt.

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