Geschichte der Pfarrei Thundorf

Um in der Gegenwart richtige Entscheidungen für die Zukunft treffen zu können, darf man die Vergangenheit nicht vergessen. Fehler die einmal gemacht wurden sollte man, wenn möglich, nicht wiederholen. Sicherlich ist es auch einfach nur interessant was früher hier passierte und wie sich die Dinge bis heute entwickelt haben.
Es gibt mehrere zusammenfassende Berichte über das geschichtliche Thundorf. Wichtig dabei sind diese drei Quellen:

„Geschichte der Herrschaft Thundorf"

„Die Bau und Flurdenkmäler der Gemeinde Thundorf"

„Aus der Geschichte der Pfarrei Thundorf".

Dieses Büchlein befaßt sich ausschließlich mit der Pfarrei Thundorf. Es wurde anläßlich der Einweihung des Michaelsheiligtums 1988 veröffentlicht.

Aus diesem Heftchen ist das meiste des anschließenden Textes übernommen. Herzlichen Dank an Christa und Günter Saar die diesen wertvollen Schatz der Thundorfer Kirchengeschichte zusammengetragen haben:



Die älteste vorliegende Quelle, die einen ersten Hinweis auf die Existenz eines kath Priesters gibt, datiert vom 7. September 1402. Hier wird erstmals von einem Kirchlehen gesprochen. Mit dem gleichen Thema beschäftigt sich auch eine Urkunde vom 21. April 1448:


Ist umb das kirchlehen zu Dundorff darumb sie von der lehenschaft wegen zu zwietracht seind/also scheiden wir obgenannte funffe in der gutlichkeit auß so daß selbe kirchlehen Wilhelm von Schawenberg itzende dem priester mit name Herrn Hanßen Ubelacker der das itzend inhat/geliehen hat/daß es demselben priester also bleiben soll.


Beide Urkunden lassen jedoch die Frage unbeantwortet, ob es sich bei dem Priester um den Schloßgeistlichen oder um einen Pfarrer für das Dorf handelte.
Nach einem Verzeichnis vom Jahre 1464 war in Thundorf eine „capella non confirmata". Es handelte sich also um eine Kirche oder Kapelle, die nicht selbständig, sondem abhängig war und zwar von Maßbach.

Die älteste Urkunde, in der von einer Pfarrei die Rede ist, trug das Datum 8. Juli 1497. Diese ist leider den Luftangriffen des zweiten Weltkrieges in Würzburg zum Opfer gefallen. Eine kurze Inhaltsangabe fand sich in den Auszügen von Schöffel:


„8. Juli 1497 Moritz von Schaumberg präsentiert Martin Werner auf die Pfarrei Thundorf"


Diese Auszüge sind nach Aussagen von Historikern nicht anzuzweifeln, so daß man mit Recht davon ausgehen kann, daß schon vor der Reformation für eine kurze Zeit eine katholische Pfarrei Thundorf bestand.
Im „Itinerar des Offizials des Archidiakonats Münnerstadt für die Sendereise" aus dem Jahre 1520 wird 'Thuntdorff' als Filiale von Maßbach aufgeführt. Auch in weiteren Verzeichnissen über die Pfarreien im Bistum Würzburg im 16. Jahrhundert wird Thundorf nicht mehr als Sitz einer katholischen Pfarrei genannt.
Eine Betrachtung der Geschichte der Pfarrei Thundorf seit der Wiedererrichtung muß schon vor dieser Zeit beginnen, nämlich mit der Frage, wie und warum es in Thundorf zur erneuten Gründung einer katholischen Pfarrei kam. Hierbei ist zunächst von den weltlichen Besitzverhältnissen auszugehen.
Thundorf war seit dem 15. Jahrhundert alleiniger Besitz der adeligen Familie von Schaumberg. Dieses weitverzweigte Adelsgeschlecht hatte sein Stammschloß im Coburger Land, in Schalkau, in Thüringen. Während der Reformation ergaben sich enge persönliche Beziehungen einzelner Familienmitglieder, z.B. des Würzburgischen Amtsmannes in Münnerstadt Silvester von Schaumberg, zu Luther. Er muß als der angesehen werden, der der Reformation im Amtsbezirk Münnerstadt und im Herrschaftsgebiet anderer Mitglieder seiner Familie zum Durchbruch verholfen hat. Ein naher Verwandter war der Thundorfer Burgherr Wilhelm von Schaumberg. Es liegen keinerlei Zeugnisse vor, daß die Schaumbergs in Thundorf gewaltsam vorgegangen wären, um der neuen Lehre zur Geltung zu verhelfen. Doch übernahm Wilhelm von Schaumberg schon relativ früh die Gedanken Luthers und wechselte zum Protestantismus über. Der genaue Zeitpunkt läßt sich bisher nicht nachweisen. In den zwanziger Jahren des 16. Jahrhunderts amtierte bereits ein protestantischer Geistlicher, doch muß man davon ausgehen, daß der Gottesdienst nur in der Schloßkapelle der Schaumbergs abgehalten wurde.
Der 30-jährige Krieg (1618-1648) verschonte auch unser Gebiet nicht. Auch hier gab es Plünderungen und Einquartierungen durchziehender Truppen, was natürlich negative wirtschaftliche Folgen zeigte d.h. der Reichtum der Familie des Burggrafen schmolz u.a. durch die Kriegswirren, dahin. Hinzu kam die Unfähigkeit des Wilhelm Ludwig von Schaumberg in wirtschaftlichen Dingen. So sah sich der völlig verschuldete Burggraf gezwungen, seine Herrschaft zu verkaufen. Erste Versuche wurden 1671 unternommen. Doch es dauerte bis zum 29. Mai 1676, bis es zum endgültigen Vertragsabschluß mit der aus dem Rheinland stammenden Familie von Rosenbach kam. Diese Adelsfamilie hatte zu diesem Zeitpunkt schon enge Beziehungen zum Bistum Würzburg. So war Johann Hartmann von Rosenbach von 1673 bis 1675, also in der fraglichen Zeit der Verhandlungen über den Kaufvertrag, Bischof von Würzburg.
Was in diesem Zusammenhang interessiert, sind vor allem die Bestimmungen des Kaufvertrages, die religiöse Fragen betrafen.


Es wurde den Evangelischen weiterhin die ungehinderte Ausübung ihrer Religion zugesichert. Ferner wurde ausdrücklich darauf verwiesen, daß Pfarrer und Schulmeister auch in Zukunft ein Recht auf ihre bisherigen Einkünfte hatten. Das Jahr 1624, das genannt wird, wurde im Westfälischen Frieden, der den Abschluß des 30- jährigen Krieges brachte, zum sog. Normaljahr erklärt, d.h. was 1624 katholisch war, sollte katholisch bleiben, was evangelisch war, evangelisch.
Sechs Monate nach dem Kauf schon setzen sich die Rosenbachs mit Pfarrer Handel von Stadtlauringen in Verbindung und baten ihn, einen katholischen Priester in Kost und Logis zu nehmen. Dessen Aufgabe sollte es sein, eine Zeitlang den Gottesdienst in Thundorf abzuhalten. Die Untertanen wiederum schrieben ihrer Herrschaft öfters Bittschriften, daß in Thundorf die Messe gefeiert werden solle! Als Gründe wurden genannt:
- eine Stunde Weg zum Gottesdienst nach Stadtlauringen, nach Seubrigshausen oder Weichtungen
- die katholische Herrschaft habe auch das Recht, die Pfarrei nach eigenem Belieben zu besetzen
- die Überzahl der Katholiken im Dorf
Zu dem Argument der Überzahl der Katholiken muß festgestellt werden, daß die Rosenbachs nach der Übemahme der Herrschaft Thundorf den Zuzug von Katholiken in das entvölkerte Dorf begünstigten. Doch konnte zu diesem Zeitpunkt von einer Mehrheit noch nicht gesprochen werden.
Die Rosenbachs handelten und reagierten nur sehr zaghaft auf derlei Bittschriften, weil sie sich wohl der aus dem Kaufvertrag entstammenden Rechtslage bewußt waren. Sie empfahlen zunächst nur, die evangelischen Untertanen zu überreden, daß diese freiwillig den Katholiken eine der beiden bestehenden Kirchen überlassen sollten. In den dadurch angeregten Verhandlungen begegnet uns der damalige protestantische Pfarrer Löffler als entschiedener Verfechter der Rechte der Protestanten. Dabei wurde er beraten und unterstützt durch die Familie von Schaumberg, die zu dieser Zeit noch durch Georg Dietrich von Schaumberg in Thundorf vertreten war. Diese zogen sogar in Erwägung, den Kauf wieder rückgängig zu machen, falls ein katholischer Priester angestellt werden sollte. Die Rosenbachs wollten dies aber nicht und verwiesen wiederum auf die Zuständigkeit des Pfarrers Handel in Stadtlauringen.
Große Spannungen im Dorf wurden hervorgerufen durch die Einführung eines neuen, des „Gregorianischen Kalenders" durch Papst Gregor XIII. Die Evangelischen blieben zunächst bei der alten, der Julianischen Zeitrechnung. Dies hatte zur Folge, daß sie kirchliche Festtage später begingen als die Katholiken. War es für die eine Konfession ein Feiertag, so galt es den anderen als normaler Arbeitstag, an dem sie aber dennoch zur Kirchzeit keine landwirtschaftlichen Arbeiten verrichten durften.
In Thundorf galt dies vor allem für die Katholiken, die ja selbst keine Kirche hatten und deren Gottesdienst damit auch nicht gestört werden konnte.
Die Evangelischen von Thundorf beriefen sich bei ihrer Ablehnung der neuen Zeitrechnung auf den Kaufvertrag. im Jahre 1624 hatte der Julianische Kalender Geltung, und dies sollte auch so bleiben. Klagen der Protestanten und auch des Rosenbachschen Verwalters Seiffert über das Verhalten einiger katholischer Dorfbewohner bei der Herrschaft verhallten ungehört.
Bei diesen Auseinandersetzungen begegnet uns der katholische Verwalter Seiffert in Thundorf als ein Mann, der sich streng an die Buchstaben des Rechts, hier Kaufvertrag, hielt.
Nachfolger dieses Verwalters wurde im Januar 1678 Johann Friedrich Eichbaum, der aus ganz anderem Holze geschnitzt war. Er arbeitete vom ersten Tage an zielstrebig und mit allen Mitteln darauf hin, einen eigenen katholischen Pfarrer in Thundorf zu bestellen, wobei er auch wiederholt vor falschen Behauptungen und Provokationen nicht zurückschreckte. So verweigerte er dem evangelischen Pfarrer Löffler sofort nach Amtsantritt einen Teil des ihm zustehenden Deputats. Alle Briefe, die aus Thundorf zur Herrschaft nach Würzburg gelangten, trugen Anmerkungen und Vorschläge des Verwalters. Seine eigenen Berichte wurden immer streng nach Konfessionen getrennt, obwohl sachlich keine Notwendigkeit vorlag. Obwohl man dem Verwalter, der vortrefflich die Angelegenheiten der Rosenbachs vertrat, ansonsten weitgehend freie Hand ließ und seine Vorschläge aufgriff wurde doch auch von seiten der Herrschaft versucht, durch Entgegenkommen privaten Wünschen Löfflers, z. B. Reparaturen am Pfarrhaus, zu entsprechen, um diesen evtl. auf diese Weise zur Annahme des neuen Kalenders zu bewegen.
Der Verwalter Eichbaum war es, der nun die Forderung nach einem katholischen Pfarrer in Zusammenhang brachte mit den Problemen der neuen Zeitrechnung. Er berichtete an die Herrschaft, daß nunmehr auch die Evangelischen eine Zeit verlangten. Die Folge war, daß angeordnet wurde, daß ab Mariae Würzwey ( 15. August 1679) nur der neue Kalender Geltung haben sollte. Johann Friedrich Eichbaum bestellte nun die evangelischen Untertanen und den Pfarrer ins Schloß, um sie mit dem Inhalt der ergangenen Anordnungen vertraut zu machen. Bei dieser Zusammenkunft kam es zum öffentlichen Streit zwischen Pfarrer und Schaumbergs einerseits und dem Verwalter andererseits. Die Folge dieser auf beiden Seiten heftig geführten Auseinandersetzung war die Anordnung, daß der evangelische Pfarrer als Hauptanstifter das Pfarrhaus innerhalb von 24 Stunden und das Dorf innerhalb von acht Tagen zu räumen hatte. Dem wurde auch entsprochen. Nachdem die evangelische Pfarrstelle somit verwaist war, beantragten die Katholiken die Übergabe einer der beiden Kirchen, der Hauptkirche im Dorf oder der Bergkirche. Die Rosenbachs prüften daraufhin, wieviel von den Einkünften des evangelischen Pfarrers zur Besoldung eines katholischen abgezogen werden konnte. In diese Verhandlungen hinein kam die Forderung der Katholiken, ihnen die Sakramente durch den Stadtlauringer Pfarrer „in einer Kirche allhier" zu reichen.
Die Rechtslage aus dem Kaufvertrag zwang die Rosenbachs jedoch zur erneuten Besetzung der protestantischen Pfarrstelle. Welcher Art seine Persönlichkeit und sein Durchsetzungsvermögen des neuen evangel. Pfarrers war, zeigt die Tatsache, daß er einmal als Branntweinalkoholiker bezeichnet wird. Er stimmte in den folgenden Jahren allem zu, was man ihm vorschlug, und vertrat die Rechte seiner Glaubensgenossen überhaupt nicht oder nur sehr zögernd. Schon kurz nach seiner Einführung gestattete er den Katholiken, namentlich Pfarrer Handel, in der Bergkirche zu administrieren (10. November 1680).
Schon wenige Monate später erging die Bitte nach Würzburg, auch Meßopfer, christliche Lehre und Predigt in der Bergkirche feiern zu können. Als sich im Sommer 1683 Pfarrer Handel außerstande sah, die Betstunden in Thundorf aufrecht zu erhalten, erging der Beschluß, einen eigenen katholischen Lehrer einzustellen. Johann Michael Ofenheizer aus Stadtlauringen trat am 29. September 1683 sein Amt an, zu dem auch die Abhaltung der Betstunden in der Bergkirche an Sonn- und Feiertagen gehörte. Die Herrschaft erfuhr erst nach Ablauf der dreimonatigen Probezeit durch die Bitte um Zuschuß zur Bezahlung des Lehrers und um Zuweisung eines Schulraumes von dieser Einrichtung. Der katholische Lehrer verließ am 1. Dezember 1685 Thundorf wieder und nahm in Steinach an der Saale eine neue Stelle an.

Schon die nächste Gelegenheit wurde genutzt, um die Forderung nach einem eigenen Pfarrer wieder laut werden zu lassen, als nämlich Pfarrer Handel im Winter 1684/85 erkrankte. Der Nachfolger Joseph Martin Eberth wurde vom Rat und der Bürgerschaft Stadtlauringens vor die Wahl gestellt, entweder auf Stadtlauringen oder auf Thundorf, Theinfeld und Rothhausen zu verzichten. Begründet wurde dieser Schritt u. a. damit, daß Krankheiten von Thundorf nach Stadtlauringen übertragen werden könnten und die Seelsorge von Thundorf zuviel Wachs koste. Unter dem entsprechenden Druck, verzichtete Pfarrer Eberth auf die Betreuung Thundorfs. Dieser Schritt bot den willkommenen Anlaß, in Verhandlungen mit bischöflichen Stellen einzutreten, um so dem eigentlichen Ziel ein Stück näher zukommen. Daneben wurden auch die Vorbereitungen zur Pfarreigründung im Ort selbst verstärkt vorangetrieben, wie aus einem Bericht des Verwalters vom 23. Mai 1686 an seine Herrschaft hervorgeht. In einem Gespräch mit dem Pfarrherrn von Stadtlauringen hatte dieser erklärt, daß im Grunde alles fehle, was zur Einführung eines katholischen Pfarrers nötig sei. An Kirchenornat und Altären sei überhaupt nichts vorhanden, was man verwenden könne. Der Verwalter hatte in der Zwischenzeit schon einen Chorrock anfertigen lassen, d. h. daß zu diesem Zeitpunkt schon sicher mit der Pfarreigründung gerechnet wurde.
Die Urkunde der Errichtung der Pfarrei Thundorf trägt das Datum des 15. März 1687 und ist unterschrieben von Fürstbischof Johann Gottfried von Guttenberg.
In der Erektionsurkunde war geregelt wie groß die künftige Pfarrei Thundorf war und wie die Gottesdienste zu halten waren. Auch die Besoldung des Pfarrers war hier festgelegt. Zur Pfarrei Thundorf gehörten Thundorf, Rothhausen und Theinfeld sowie die Katholiken aus Maßbach, Volkershausen und Madenhausen. Pfarrkirche wurde die Bergkirche.

Die wesentlichen Erkenntnisse aus den ersten Jahren der neuen Pfarrei lassen sich Visitationsprotokollen entnehmen, die im Diözesanarchiv Würzburg vorliegen. Bei den ersten Niederschriften handelt es sich nur um kurze Notizen, die wenig aussagekräftig sind. Wesentliche Erkenntnisse entstammen dem Visitationsprotokoll vom Jahre 1708.

Die Rosenbachsche Herrschaft war eine gläubige Familie. Zahlreiche kirchl. Stiftungen aus dieser Zeit sowie die Gründung der St. Michaelsbruderschaft zeugen davon. Darum möchte ich nicht näher darauf eingehen. Die Monstranz ist wohl die wertvollste Hinterlassenschaft, sowie zwei Meßkelche und drei Meßgewänder. Das Geschlecht „derer von Rosenbach" starb mit Carl Joseph von Rosenbach 1806 aus. Der gesamte Besitz mit Schloß und Bergkirche ging auf den Staat, auf die Krone Bayerns über.
Der damalige Pfarrer Fuchs schrieb dazu:
„Den neun und zwanzigsten August tausend achthundert sechs und auf Anordnung der Kurfürstlichen würzburgischen Besitznahmens Kommission das rosenbachische Wappen ober der Hauptkirchen thüre weggeschlagen, das ist, an der Hauptthüre der katholischen Pfarrkirche zu Thundorf auf dem Berge. Dies muß in den Akten der Besitznahmekommission geführt an diesem Tage enthalten seyn. Johannes Fuchs, katholischer Pfarrer zu Thundorf, Thundorf den 29ten August 1806"
Am 30. Januar 1813 zeigte Pfarrer Johann Fuchs der Großherzoglichen Landesdirektion an, daß vor einigen Wochen ein Stein vom Gewölbe herabgefallen sei. Das Gewölbe habe sich gesenkt und habe Risse. Der Priester und die Knaben von vier Dörfern hätten sich im Chor aufgehalten und seien in Gefahr gewesen, erschlagen zu werden. Die Risse kämen von dem Blitzschlag vor vier Jahren. Der Hochaltar muß in einem ganz unwürdigen Zustand gewesen sein, denn Pfarrer Fuchs schreibt:
„alle Theile des hohen Altars sind aus ihren Fugen. Der Altar droht einzustürzen Das ganze Kirchengebäude sei in einem schlechten Zustand. An Stühlen u. Altären seien große Reparaturen notwendig und auch an Paramenten fehle es sehr. Die Kirche mag überhaupt eine von den schlechtesten im Großherzogtum seyn, und noch dazu zu klein für eine Gemeinde von mehr als 900 Seelen."
Schon wenige Wochen später, am 19. Februar 1813, machte der Pfarrer das Großherzogliche Landgericht wiederum auf den Zustand der Kirche aufmerksam:


„Das Gewölbe im Chor der hr'esigen katholischen Kirche wird so gefährlich, daß ich dem Großherzoglichen Landgerichte davon die Anzeige machen zu müssen glaube,
a) vor vier wochen sind Steine von den unter dem Gewölbe fortlaufenden
Schlußsteinen herabgefallen, welche sich aneinander stoßen durch das sich
senkende Gewölbe müssen abgebrochen haben
b) am 14. ds. frühe war eine Masse Mördel, dte den Boden des Chores bedeckte,
vom Gewölbe herabgefallen
c) am l7ten war wieder eine Masse Mördel vom Gewölbe herabgefallen
d) Heute fieI ein großes Stück Mördel an einem durch den BIitz vor 4 jahren -
ledig gewordenen Decke neben der Saknstei herunter Einstweilenn habe
ich den Tabernakel an einem A Itar im Langhaus aufstellen lassen, wo ich
Messe lese, und Iasse keinen Menschen mehr im Chore sich aufhalten."


Die Baufälligkeit der Bergkirche war damit so offenkundig geworden, daß man den
Neubau nun nicht mehr wesentlich länger hinausschieben konnte.

„Der einfachst Ausweg ward eingeschlagen, der Staat hat einen Teil des Schlosses, das Staatseigentum war, für Kirche und Pfarrhaus hergegeben. Zwei Tüme nebst Gebäutlichkeiten waren niedergerissen, zwei Türme blieben stehen. Im Jahre 1816/17 wurde die Pfarrkirche vom Staate in einem Flügel des Schloßes erbaut."

Bei dem Abbruch der alten Kirche wurden die Epitaphien zertrümmert und liegen, laut Aussage von Dorfbewohnem jener Zeit, unter den Fundamenten der neu eingerichteten katholischen Kirche. Eine Beschreibung der Epitaphien liegt von Pfarrer Lippert vor. Altäre und Sakristeieinrichtungen sind neu beschafft worden während die Orgel wahrscheinlich in der neuen Kirche wiederaufgebaut wurde. Auch die Glocken stammten aus der Bergkirche.
Im Lauf der Jahre wurde verschiedene Reparaturen und Neuanschaffungen nötig, hier einige davon:
1895 wurde eine neue Orgel angeschafft die „Schlimbach-Orgel". Sie wurde bis zur Kirchenerweiterung im Jahre 1976 gespielt. Da sie nicht als historisch galt, riß man sie ab und baute sie nicht wieder auf. 1981 wurde dann die jetzige Orgel, gefertigt vom Orgelbauer Weise aus Plattling eingeweiht.
1917 wurde die Kirche gründlich renoviert, hierzu Pfarrer Heider: „...es war Kriegsarbeit, ich war nicht zufrieden. Auch wurden die Altäre , Kanzel und Beichtstuhl, Empore frisch gefasst und angestrichen. Wir haben damals den 100. Gedächtinistag feierlich gegangen. Vorher war hl. Mission durch Stadtpfarrer Auer und Geistl. Rat Stahl vom 11.11.1917-18.11.1917. Am Kirchweihfeste große Feier."
1926 Weihe vier neuer Glocken. Das neue Geläut wurde durch Spenden aus der Pfarrgemeinde finanziert.
Die Freude und der Jubel über das neue Geläute, das bei schneidender Kälte am 12. Januar 1926 geweiht wurde, kommt in einem Zeitungsartikel des Fränkischen Volksblattes Nr. 12 vom 16.1.1926 zum Ausdruck: „Wie sehr das Volk an seinen Kirchenglocken hängt, das konnte man auch bei dem Empfang der neuen Glocken für hiesige katholische Kirche wahrnehmen. Das ganze Dorf war auf den Beinen, um dem denkwürdigen Schauspiel beizuwohnen. Schon von weiten hörte man am Montag gegen 1 Uhr Musik und Trommelklang. Endlich zeigten sich die Vorreiter und bald kam der von 2 Paar Pferden gezogene reich geschmückte Wagen mit dem neuen Geläute. Nach kurzer Begrüßung bildete sich ein Festzug. Die Schuljugend voran mit Fähnchen, hinter dem Festwagen die Gemeinde und Kirchenverwaltung und die festlich gestimmte Bevölkerung, so zog man durchs Dorf zum Gotteshaus." Am nächsten Tag wurden die Glocken auf den Turm gebracht und zum erstenmal geläutet.
Zum letzten Mal läuteten diese Glocken am 18. März 1942 eine halbe Stunde lang zum Abschied:
„Dieses Abschiedsgeläute griff allen, die es hörten, ans Herz. Überall standen die alten und jungen Leute unserer Gemeinde vor den Häusern und Höfen und lauschten sichtlich gerührt und mit Tränen in den Augen zum letzten Mal dem Klang der vier Glocken, welche vor 26 Jahren mit so großen finanziellen Opfern angeschafft wurden".
Pfarrer Seufert schrieb später dazu:

In Thundorf angekommen 1926, mit Gewalt und entschädigungslos enteignet und abgenommen 18. März 1942".
1949 wurden dann die jetzigen Glocken angeschafft: Die Marienglocke wiegt 740 kg und trägt die Inschrift „Maria, Königin des Friedens". Die zweite, die Laurentiusglocke wiegt 460 kg. Hat die Inschrift: „Laurentius, Schutzherr unserer Kirche". Die dritte, die Michaelsglocke wiegt 320 kg und erhielt den Spruch: „Michael, Schirmherr des deutschen Volkes". 1977 stiftete ein anonymer Spender eine 4. Glocke, die größte mit ca 1100 kg. Die ist dem seligen Liborius Wagner geweiht und trägt die Inschrift: „Beim Kirchenbau bin ich entstanden. Ich rufe zur Einheit um den Altar".
Dieser Kirchenbau, erwähnt auf der großen Glocke meint den Anbau der Kirche im Jahre 1976/77. An Kirchweih 1976 fand die feierliche Segnung des von Bildhauer Felkl geschaffenen Grundsteins durch Pfarrer Barthels statt. Die Jahreszahl 1816 soll an die Einrichtung der Kirche im Schloß und das Jahr 1976 an den Beginn der Kirchenerweiterung erinnern. In der Zeit, als die Kirche erweitert wurde, konnten die Katholiken, wie schon 1816/17, die protestantische Kirche für ihre Gottesdienste nutzen. Der 1. November 1977 war der Weihetag der erweiterten Kirche, die jetzt 390 Sitzplätze bietet (vorher 210).
Auf eine Sache möchte ich zum Abschluß noch kurz eingehen. Auf die Kirchenmusik. Die Pflege der Kirchenmusik hat eine lange Tradition. Sicher hing sie vielfach vom Musikverständnis des jeweiligen Pfarrers ab und von der Musikbegabung und Begeisterung des Lehrers, denn hauptsächlich war der Lehrer verantwortlich die musikalische Ausbildung und Ausübung der Musik in vergangener Zeit. Dies geht auch hervor aus dem ersten nachweisbaren Eintrag.1683 stellte man den Schwiegersohn des Stadtlauringer Stadtschreibers als katholischen Schulmeister ein, Johann Michael Ofenheizer. „Er war ein guter Musikus und Organist." Als Besoldung wurde ihm bewilligt: jährlich 8 Scheffel Kom,1 Scheffel Weizen und 28 Pfennig Schulgeld pro Kopf und Kind und Quartal. Über einen Kirchenchor liegen zu dieser Zeit noch keine Unterlagen vor. Es ist aber anzunehmen, daß der jeweilige Lehrer zur feierlichen Umrahmung des Gottesdienstes besonders an hohen Feiertagen den Kirchenchor leitete. Erst am 2. Dezember 1809 taucht wieder ein Eintrag auf: „3 Gulden I5 Kreuzer den Musikanten an den verschiedenen Festtägen und Umgängen das Jahr über und I Gulden 58 Kreuzer in Festo St. Michaelis für die sonstige Natural-Verköstigung".
Brief an das königliche Landgericht von Pfarrer Scotti, Thundorf, am 1. Februar 1837. betreffend die Kirchenmusik und Ausstattung mit Instrumenten: „Ein viölon ist zur Aufführung einer ordentlichen Kirchenmusik unentbehrlich. Seit einigen Jahren ist der hiesige Kirchenviolon ganz unbrauchbar, und durchaus keiner Reparatur, mehr fähig. Es müßte deshalb ein Violon dieses so wichtige Instrument bisher ganz vermißt werden, da das Gotteshausvermögen nicht imstande ist, einen eigenthümlichen Violon anzuschaffen."
Aus wird Schreinermeister Klopf zu Thundorf der Auftrag erteilt, einen Musikalienschrank zu fertigen zur Aufbewahrung der Saiten- und Blasinstrumente sowie des Notenmaterials. Der vorhandene war viel zu klein und die Instrumente waren nicht gehörig untergebracht, denn der alte Schrank war zu gebrechlich und nicht fest verschließbar
Die in der Kirche vorhandenen Blasinstrumente bedurften 1839 einer äußerst notwendigen Reparatur..
Der Schreinermeister Klopf war sicherlich ein geschickter Handwerker, der des öfteren kleinere Reparaturen sowohl an der Orgel als auch an den vorhandenen Saiteninstrumenten vornehmen mußte. Ihm wurde 1849, 15 Kreuzer gezahlt.
Rechnungen von Reparaturen und Anschaffungen von Instrumenten tauchen immer wieder auf. Auch waren Kirchenmusikanten befreit von anderen kirchlichen Diensten wie Heiligenmeisterdienst. Der wohl sehr strenge Pfarrherr Spangenberger berichtet von einem unangenehmen Vorkommnis im Jahr 1900. Die Mitglieder des Gesangsvereins waren, einem Kirchengemeindebeschluß vom 6. September 1897 gemäß, davon befreit, bei Prozessionen die beiden großen Fahnen und die Laternen zu tragen, wie es einem althergebrachten Brauche entsprach, und zwar betraf es die vier jüngstverheirateten Männer. Einige wollten diesen Beschluß aber nicht anerkennen und blieben eigenmächtig fern, so daß die Prozession einige Male nur mit einer Fahne und einer Laterne durchgeführt wurde. Pfarrer Spangenberger drang auf die Einhaltung des Beschlusses, und ergab sich eine ziemliche Aufregung im Dorf deswegen. Letztendlich bewog dieser Vorfall den Pfarrer, das Privileg des Gesangvereins zu verwerfen und zu erklären:
„Von heute ab gibt es beim Prozessionsdienst keine Ausnahmen mehr; wenn das dem Gesangsverein nicht recht ist, so verzichte ich lieber auf seinen Gesang in der Kirche. So geschah es. Der Gesangverein, der seit einigen Jahren an den höchsten Feiertagen lateinische Messen aufführte, singt seit Pfingsten 1900 nicht mehr."
Der Gesangsverein wurde erst 1931 wiedergegründet, ist mittlerweile aber wieder eingeschlafen. Heute übernehmen die musikalische Gestaltung der Gottesdienste vor allem natürlich die Organistinen sowie die Schola und die Blaskapelle.

Jetzt noch ein kleiner Abriß eines Jahreslaufes im Jahre 1988:
Das neue Kirchenjahr wird eröffnet mit einem Vorabendgottesdienst zum ersten Adventssonntag der als Kindergottesdienst gestaltet wird und zu dem die Kinder ihre Adventskränze und -gestecke zur Segnung in die Kirche mitbringen. Auch in der Kirche wird wieder ein großer Adventskranz aufgehängt. An den Werktagen des Advent werden alle Früh- und Abendgottesdienste als Roratemessen gestaltet, d. h. nur mit Kerzenbeleuchtung.
Am Nikolaustag dem 6. Dezember besucht der Nikolaus die Kindergartenkinder und, von der Kolpingjugend durchgeführt, auf Wunsch auch die Kinder zuhause in den Familien.
Der dritte Adventssonntag wird gewöhnlich als Adventstag der Pfarrei- gestaltet, der am Abend durch ein Konzert der Blaskapelle abgeschlossen wird. Am Nachmittag ist im Pfarrheim eine Ausstellung und die Möglichkeit, Kaffee zu trinken. Neben einer Krippenausstellung und einer Ausstellung alter religiöser Bilder und Statuen waren auch Verkaufsausstellungen der Bildhäuser Werkstätten, religiöser Bücher und Gegenstände zu sehen.
Am späten Nachmittag des Heiligen Abends findet die Kindermette statt, die in kindergemäßer Form im Rahmen eines Wortgottesdienstes das Geschehen der Heiligen Nacht den Kindern nahebringt, während die eigentliche Christmette kurz vor Mitternacht die ganze Gemeinde um Altar, Christbaum und Krippe versammelt.
Am Johannistag, dem 27. Dezember, wird nach altem Brauch der Johanniswein gesegnet.
Am Silvesterabend beschließt die im Fränkischen traditionelle Jahresschlußandacht das Alte Jahr.
Am 6. Januar, dem Dreikönigstag ziehen die Sternsinger von Haus zu Haus und bitten um eine Gabe für die Mission. Mit geweihter Kreide beschriften sie die Türpfosten mit dem Segenswunsch: C + M + B (Christus segne dieses Haus).
Am Lichtmeßtag, dem 2. Febr., werden an der Kapelle an der Maßbacher Straßen die Kerzen geweiht, bevor dann die ganze Gemeinde mit einer Lichterprozession durch den Park zum Gottesdienst in die Kirche zieht.
Am 3. Februar und am darauffolgenden Sonntag wird der Blasiussegen durch Anlegen zweier brennender Kerzen am Hals erteilt.
Die Fastenzeit beginnt in allen drei Dörfern mit dem ersten Fastengottesdienst und dem Auflegen der geweihten Asche aus den Palmzweigen des Vorjahres am Aschermittwoch.
Die Heilige Woche beginnt mit der Palmweihe an der Kapelle in der Maßbacher Straße, die anschließende Palmprozession durch den Park wird, wie alle Prozessionen, von der Blaskapelle begleitet. Am Gründonnerstag empfangen die Gläubigen die heilige Kommunion in den Gestalten von Brot und Wein, an den Abendmahlgottesdienst schließen sich zwei Anbetungsstunden zur Erinnerung an die Ölbergstunde
Bei der Karfreitagsliturgie um 15 Uhr verehren alle Gläubigen einzeln das Kreuz durch eine Kniebeuge.
Die Osternacht, der wichtigste Gottesdienst des ganzen Kirchenjahres, beginnt am Ostersonntag früh um 4.30 Uhr bei völliger Dunkelheit mit der Weihe des Osterfeuers im Park. Nach der Lichtfeier, der Taufe, dem Wortgottesdienst und der Eucharistiefeier endet die heilige Liturgie nach etwa zwei Stunden bei aufgehender Sonne. Im Anschluß daran spielt die Blaskapelle Osterlieder vom Burgberg herab, die Gemeinde versammelt sich zum gemeinsamen Osterfrühstück im Pfarrheim
Nicht vergessen werden darf an dieser Stelle der an den Kartagen übliche Brauch des Klapperns der von den Ministranten mit ihren Klappermeistern hochgehalten wird. An Stelle der schweigenden Glocken rufen sie die Gläubigen zum Gottesdienst und Gebet und werden dann am Karsamstag durch Geld- oder Eierspenden entlohnt.
In der Osterzeit, meist am Weißen Sonntag, findet alljährlich auch die Erstkommunion der Kinder der 3. Grundschulklasse statt.
An den Bitt-Tagen vor Christi Himmelfahrt finden verschiedene Prozessionen statt. Am Bittsonntag wird abwechselnd nach Maßbach oder Stadtlauringen gewallt. An den Bitt-Tagen selber finden sowohl in Thundorf als auch in Theinfeld und Rothhausen jährlich abwechselnd Prozessionen mit dem Allerheiligsten durch die Fluren statt.
An Fronleichnam wird nur in Thundorf die große Sakramentsprozession abgehalten. Sie führt zu den vier Fronleichnamskapellen und anschließend zum Festgottesdienst in die Kirche. Auf dem ganzen, fast zwei Kilometer langen, Prozessionsweg wird ein Blumenteppich gelegt.
Im Marienmonat Mai werden sowohl in der Kirche als auch an verschiedenen Bildstöcken und an der von der Kolpingsfamilie errichteten Fatimakapelle im Park Maiandachten gehalten.
Am letzten Wochenende im Juli findet alljährlich in Thundorf das Pfarrfest mit Schloß- und Parkbeleuchtung statt. Über 3 500 bunte Lichter, Fackeln und Lampions erhellen die alte Schloßanlage und bieten so ein sonst selten zu findendes Schauspiel, das jährlich mehrere tausend Menschen anzieht.
Am Laurentiustag dem 10. August, bzw. am nächstliegenden Samstag, feiert die Pfarrgemeinde das Fest ihres Kirchenpatrons St. Laurentius. Dem Festgottesdienst schließt sich eine kleine Reliquienprozession mit einer wertvoll gefaßten Reliquie des Heiligen an.
Am Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel, auch Würzweihe genannt, werden die Kräuterbüschel geweiht
Der Ortsfeiertag der Gemeinde Thundorf und das Bruderschaftsfest der Sankt-Michaels-Bruderschaft ist das Fest des heiligen Erzengels Michael am 29. September. An diesem Tag ist am Morgen Hochamt, am Nachmittag in der Festandacht die Aufnahme der Neugefirmten und anderer Mitglieder in die Bruderschaft. Auch während des Jahres ist in jedem Vierteljahr ein Gottesdienst für die lebenden und verstorbenen Mitglieder der Bruderschaft sowie eine Andacht zu Ehren des hl. Michael.
Am 27. Oktober ist in Thundorf der Tag der Ewigen Anbetung, der immer auf den Tag genau begangen wird. Von 14 bis 20 Uhr sind Anbetungsstunden, darauf folgt das Hochamt mit anschließender Sakramentsprozession durchs Dorf. Die Filialen begehen die Ewige Anbetung immer am nächstliegenden Sonntag vormittags bzw. nachmittags.
Am Allerheiligenfest ist am Nachmittag der traditionelle Friedhofsgang in Thundorf, ebenso in Theinfeld. Rothhausen trifft sich am Abend des Allerheiligentages auf dem Friedhof. An Allerseelen ist in Theinfeld und Rothhausen nochmals ein abendlicher Friedhofsgang.
Am ersten Sonntag im November feiert die Pfarrkirche in Thundorf das Fest ihrer Kirchweihe.

Neben dem Pfarrer und dem Diakon gibt es in allen drei Dörfern eine Kirchenverwaltung und einen Pfarrgemeinderat, Mesner und Ministranten, ebenso gestalten das Leben der Pfarrei noch viele andere Gruppen mit, wie die drei Blaskapellen oder die Kinderschola, die Organistinnen und Organisten, Lektoren, Vorbeter und Kommunionhelfer, Caritashelfer und Mitarbeiterinnen im Kindergarten St. Michael, Jugendgruppen, Kolpingsfamilie und Malteser, Frauen, die die Kirche schmücken und reinigen, Helfer bei Festen und Veranstaltungen, schließlich seien noch erwähnt die vielen stillen Helfer und Spender, die Gottesdienstbesucher und Beter. So ergibt sich das Bild einer lebendigen Gemeinde.


entnommen aus:

"Aus der Geschichte der kath. Pfarrei Thundorf"

von Christa und Günter Saar

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